| Verquer - flutes unlimited |
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| Geschrieben von Eva | |
| Donnerstag, 12. Februar 2009 | |
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Wer am Sonntag, den 08.02.2009 nicht in Übach-Palenberg (bei
Aachen) dem Konzert des Quartetts „Verquer “ beiwohnte, hatte in der Tat etwas
verpasst. So lass’ ich mir ein Wochenende gerne ausklingen. Und es bestätigte
sich mal wieder, dass Flöte nicht gleich Flöte ist. Zumindest hängt es davon ab
wer sie spielt und die vier Musiker Britta Roscher, Katrin Gerhard, Max Zelzner
und Tilmann Dehnhard hatten ihr Instrument wirklich „voll im Griff“. Auch was
die Unterhaltung angeht, hatten die vier das Publikum auf ihrer Seite (schade,
dass nur wenig junge Leute diesen Tönen lauschten).
Begonnen wurde dann mit einem Stück von Georg Friedrich Händel und was soll ich sagen? Ich saß von der ersten Minute an mit offenem Mund da und wünschte mir doch auch so wundervolle Töne aus meiner 99,00€ Querflöte zu bekommen .... Weiter ging es dann mit „Ulla in Afrika“ von Heiner Wiberny, wobei die Stimmung mächtig anstieg, denn dieses Stück ist sehr lebhaft und macht einfach gute Laune. Etwas gewöhnungsbedürftiger wurde es dann als das Quartett „Rough diamond“ von Anne LaBerge spielte (wir wurden aber vorgewarnt, dass eine Querflöte auch anders klingen kann). Ich muss jedenfalls noch in Erfahrung bringen, was man als Vollblutmusiker an diesem Stück so faszinierend findet, ich bin ja für (fast) alles offen. Doch schon bald wurden die Klänge wieder angenehmer für meine sensiblen Ohren (ja, ich muss das jetzt mal sagen; wenn man einen chronischen Tinitus hat, ist das alles nicht so einfach). Mit dem Stück „Morceau de concours“ von Gabriel Fauré konnte ich meine Emotionalität nicht mehr zurückhalten und mir kullerten dann doch ein paar Freudentränchen über mein Gesicht (Max hatte Recht behalten, dieses Stück war sehr romantisch und wäre das perfekte Lied für (m)eine Hochzeit (gewesen)). Übrigens, viele der gespielten Stücke wurden von den Musikern noch mal extra arrangiert, da die meisten Lieder nicht für Querflöte geschrieben sind bzw. klangen sie noch schöner, wenn die vier daran noch etwas veränderten, was ich grandios fand. "Wake up“ hieß es dann nach der Pause (komponiert von Tilmann Dehnhard). Wieder war ich wie vom Hocker gerissen. Das war wirklich eine geniale Idee (schaut mal bei http://www.youtube.com/watch?v=eJ0nMC_nlpY rein, da könnt ihr euch das Stück anhören). Der Wecker als Begleitung, sozusagen die zweite Stimme. Mehr will ich dazu gar nicht sagen, man muss es einfach mal gehört haben! Weiter ging es mit einer Improvisation von Max (Percussion) und Tilmann (Querflöte), wobei sich Tilmann der Zirkulationsatmung bediente, um permanent einen Ton zu erzeugen, was an einen Didgeridoo spielenden Aborigine erinnerte, der sich derselben Atmung bedient. Wie man sieht, deckten die vier ein großes Spektrum an Musikrichtungen ab und machten ihrem Motto „unbegrenzt“ wirklich alle Ehre. Dass der Abend ein voller Erfolg war, war nicht nur an dem super vollen Saal zu merken, sondern auch an den zwei Zugaben, die das Publikum unbedingt haben wollte. Abschließend kann ich nur sagen, dass selbst „Nichtmusikbegeisterte“ an diesem Abend mit Sicherheit eines besseren belehrt worden wären. Meine Liebe zur Musik und meiner Querflöte wurde dadurch jedenfalls noch bereichert und mein Ehrgeiz geweckt, weiterhin schön fleißig zu lernen, um vielleicht irgendwann ansatzweise solch schöne Klänge hervorzubringen. Fazit: Lasst euch ein Konzert von Verquer nicht entgehen (und kauft euch die CD), es ist Unterhaltung pur und ein Schmaus für die Ohren! |
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